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Die Methode der "Tiergestützten
Pädagogik
und Sozialarbeit (TIPS)"

Tiergestützte Pädagogik und Sozialarbeit steht als
Oberbegriff für den zielgerichteten, fachlichen Einsatz von Tieren
in pädagogischen und sozialen Handlungsfeldern und stützt sich auf
diverse wissenschaftliche Studien zum Einsatz von Tieren
(insbesondere Hunde) in der Arbeit mit Menschen.
TIPS ist nicht als eine eigenständige Hilfe
sondern als ein methodisches Zusatzangebot im Rahmen der
Sozialpädagogischen Familienhilfe, der Erziehungsbeistandschaft, der
Hilfe für junge Volljährige und der intensiven sozialpädagogischen
Einzelfallhilfe zu verstehen. Die gesetzlichen Grundlagen finden
sich in § 27 ff. KJHG als Voraussetzung einer erzieherischen Hilfe.
Die Zielgruppen sind…
Generell alle Familien/Lebensgemeinschaften
mit Kindern und Jugendlichen, in unterschiedlichen Konstellationen
und Lebenssituationen, die sich an das örtliche Jugendamt wenden,
um Hilfe zu bekommen.
Familien/Lebensgemeinschaften mit Kindern und Jugendlichen, die
einen erhöhten Förderbedarf auf Grund von
Entwicklungsverzögerungen, Behinderungen usw. haben
Familien/Lebensgemeinschaften mit Kindern und
Jugendlichen, zu denen sich der Aufbau einer Betreuungsbeziehung
sehr schwierig gestaltet bzw. die "helfer- und hilfemüde" sind
Tierhaarallergien, extreme Erkrankungen des Immunsystems sowie
ausgeprägte Fremd- oder Eigenaggressionen müssen als mögliche
Ausschlusskriterien für den Einsatz der gezielt ausgebildeten
Hunde betrachtet werden.
Der Einsatz der Hunde erfolgt sowohl in der Arbeit
mit Kindern und Jugendlichen als auch bei Beratungsgesprächen in der
kompletten Familie.
Beispielhafte Inhalte der
tiergestützten Methode
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Gemeinsame Erarbeitung von Regeln für die Interaktion mit dem Hund,
insbesondere, wenn Eltern und Kinder große Probleme in dem Erkennen,
Setzen und Aushalten von Grenzen haben (Vorbildfunktion, Erkennen
und Erlernen fremder und eigener Grenzen)
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Erarbeitung eigener und fremder Bedürfnisse, insbesondere, wenn
Eltern und/oder Kinder starke Defizite im Bereich des
Empathie-Empfinden zeigen (Lernen am Modell)
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Spezielle motorische und/oder kognitive Übungen, insbesondere, wenn
Vorschul- und Schulkinder individuelle Problematiken (z.B.
Wahrnehmungsstörungen, Konzentrationsstörungen usw.) haben
(individuelle Förderübungen mit/durch den Hund; in Absprache mit den
zuständigen Therapeuten)
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Der Hund als Motivator, z.B. wenn das Aufräumen geübt werden muss
(Unterstützung durch den "aufräumenden" Hund), Förderung bei
Lernschwierigkeiten (Hund als pädagogischer Verstärker)…
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Der Hund als "Tröster, Freund", z.B. in Angst- und
Verlustsituationen, als Begleiter bei angstbesetzten
Gesprächen/Situationen, als stiller Zuhörer…
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Der Hund als neutraler "Beobachter"/Spiegel auf der Metaebene im
Rahmen von Familienkonferenzen, Zweier-Gesprächen usw. (z.B. "Was
glaubst Du, wie Lillemor (Hund) Dein Problem beschreiben würde ?"
oder "Warum glaubst Du, geht Lillemor jetzt nicht zu Dir hin? (z.B.
wenn ein Kind "tobt")
Eine
permanente Qualitätssicherung erfolgt über den Einsatz entsprechend
ausgebildeter Fachkräfte, regelmäßige Fortbildungen, kollegialer
Beratung, Supervision, und Dokumentation. Selbstverständlich werden
die Hunde regelmäßig tierärztlich untersucht, geimpft und entwurmt.
Die Einrichtung der tiergestützten Erziehungshilfen läuft über den
Jugendhilfeträger
Prokus e.V.
,der eine entsprechende Leistungsvereinbarung über die Durchführung
ambulanter Erziehungshilfen mit der Stadt Münster geschlossen hat!
Die Durchführung der Hilfen wird ausschließlich über
sozialpädagogische Fachkräfte des Vereins
ProKus e.V.
und ihren entsprechend ausgebildeten Hunden (Therapiehundteam)
gewährleistet.
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